Gemeindefahrt nach Hamburg

Mit den Kiezjungs in Hamburg unterwegs

Es sollte ein erlebnisreicher Tag für uns werden. Uns, das waren die Gemeindemitglieder von Dudensen, Hagen und Otternhagen, erstmals gemeinsam unterwegs.

Das Bus-Unternehmnen Block fuhr uns souverän nach Hamburg. Frau Pastorin Dörries-Birkholz hatte diesen Ausflug erarbeitet. Und um es vorweg zu sagen: das war spitze! Wir haben viel gesehen und gelernt. Vielen Dank!

Unweit vom Hafen und den Landungsbrücken steht sie, die als schönste und größte Barockkirche Norddeutschlands gilt: die St. Michaelis-Kirche, Wahrzeichen Hamburgs. Hier erwartete uns Michael, der wahrlich erwachsene Junge vom Kiez, der uns, seinen Jungs und Deerns, auf seine unnachahmliche Art eine Menge über den Michel und von der Neustadt, in der wir uns befanden, erzählte. Der Turm, 136 m hoch, die Aussichtsplattform 82 m, auch Wegweiser für die Schiffe, die den sicheren Hafen Hamburgs ansteuern. Im Inneren der Kirche strahlendes weiß und gold, feinster Barock, unglaubliche Größe, 2500 Menschen finden hier Platz. Fünf Orgeln gibt es, eine riesige, in den Kirchenraum hineinragende dunkle Kanzel aus Mamor, im Chor zusätzlich zum Hauptaltar ein Abendmahl-Altar aus weißem Carrara-Marmor, das Kreuz darin aus Mooreichenholz, getragen von 12 Säulen, Symbole für die Stämme Israels.

Bei der Stadtrundfahrt brachte mich die Speicherstadt ins Erstaunen, dieses größte zusammenhängende Speicherensemble Europas aus rotem Backstein und Weltkulturerbe. Die Elbphilarmonie wurde uns ziemlich kritisch vorgestellt. Sie macht mich neugierig, wirft architektonisch immer wieder neue Fragen auf.

Nach leckerem Mittagessen wartete eine Überraschung auf uns: der erste 1911 erbaute Elbtunnel. Ein großer, gewaltiger Fahrstuhl brachte uns ca. 30 m unter die Elbe.Eine ganz in weißen Fliesen gehaltene Röhre mit hübschen Reliefs an den Wänden. Nur für Fußgänger und Radfahrer ist der Tunnel offen.

Nun wurde es aber Zeit für den Abschied von Michael und für die Hafenrundfahrt. Bei Kaffee und Kuchen hörten wir viel über den Hafen, Container, Riesenfrachtschiffe und Verladung.

Vor der Fahrt nach Hause war Gelegenheit für Impressionen an der Binnen-Alster: Sonne, Eis, Schwäne, Möwen, Enten, Glitzern des Wassers, Zufriedenheit und Dankbarkeit.

 

(Uta Jessen)