Johanneskirche

Die Johanneskirche in Otternhagen stammt aus spätgotischer Zeit. Wir setzen die Bauzeit etwa auf das Jahr 1530 an. Von der alten Kirche, die vorher sicher auf demselben Platz stand, sind Spuren und Reste bisher nicht gefunden worden. Die wichtigsten baulichen Veränderungen geschahen im Jahr 1711 mit der Erweiterung des Langhauses nach Westen. 1740 wurde dem Westteil ein in Holz ausgeführtes Brauthaus vorgebaut, das schließlich im Jahr 1901 dem massiven Backsteinturm weichen musste. In diesem Brauthaus hatte sich auch der Taufstein aus gotischer Zeit befunden; ein Stück von schlichter Schönheit, aber auch, wie diese alten Taufen, oft von recht großen Ausmaßen. Deshalb verzichtete man auf seine Aufstellung in dem nicht großen Altarraum. Dieses alte Erinnerungsstück fand zunächst im Ziergarten der Familie Stephan seinen Platz. 1988 wurde der spätmittelalterliche Taufstein im Altarraum der Kirche aufgestellt und seiner ursprünglichen Funktion wieder übergeben.

 

Im Jahr 1822 wurde eine große Restaurierung der Kirche vorgenommen. Der Altar und die Kanzel wurden völlig neu gestaltet und die Umlaufpriechen eingebaut. In den Jahren 1947 bis 1950 wurden die Priechen längs der Süd- und Nordwand entfernt, eine neue Kanzel an der Nordseite errichtet und die Orgel über dem Altar angebracht.

 

Der alte Koksofen in der Kirche wurde im Jahr 1960 durch eine elektrische Heizung ersetzt. Der Ofen hatte unter der Empore gestanden, so dass die aufsteigende Wärme die darüberliegenden Holzteile in Mitleidenschaft gezogen hatte. Eine neue Lösung der Heizungsfrage war damit erforderlich geworden.

 

Der entscheidende Erweiterungsbau der Kirche konnte 1964 vollzogen werden. Die Kirchenvorsteher rissen in Gemeinschaftsarbeit die alte Sakristei ab. Die Kirche wurde nach Osten verlängert und die neue Sakristei angebaut. Im darauffolgenden Jahr wurde die heutige Orgel eingeweiht. Sie wurde wieder auf der Westempore aufgestellt, nachdem die vorherige Orgel über dem Altar ihren Platz hatte.

 

Feuchtigkeit, die sich im Mauerwerk der Kirche festgesetzt hatte, machte im Jahr 1992 eine umfangreiche Innen- und Außenrenovierung der Kirche erforderlich. Oster-sonntag 1995 wurde das neue Altarbild eingeweiht, das der Kunstmaler Werner Petzold aus Berlin gestaltet hat.

 

 

 

 

 

Gottesdienste werden vierzehntägig in der Regel am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats in der Johanneskirche gefeiert.